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<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"><id>tag:herrnb.blog.de,2013-05-21:/</id><title>Herrn Bs Notizen</title><link rel="self" href="http://herrnb.blog.de/feed/atom/posts/"/><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/"/><generator version="1.0">MokoFeed</generator><updated>2013-05-21T15:15:20+02:00</updated><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2013-02-24:/2013/02/24/wunder-menschenverstand-15563329/</id><title>Wunder Menschenverstand</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2013/02/24/wunder-menschenverstand-15563329/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2013-02-24T14:00:51+01:00</published><updated>2013-02-24T14:00:51+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Wer es noch nicht mitbekommen hat: &lt;a href="http://wunder-menschenverstand.blog.de/"&gt;Hier &lt;/a&gt;geht es weiter!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://herrnb.blog.de/2013/02/24/wunder-menschenverstand-15563329/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2012-07-03:/2012/07/03/fabel-heiligen-mommami-14040527/</id><title>Die Fabel vom Heiligen Mammoni</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2012/07/03/fabel-heiligen-mommami-14040527/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2012-07-03T20:17:15+02:00</published><updated>2012-07-06T17:48:23+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Am Rande des Berges Mammoni gab es einmal zwei Dörfer, die lange Zeit friedlich miteinander in Einklang lebten. Die Bewohner der beiden Dörfer besuchten einander oft, feierten gemeinsame Feste und betrieben regen Handel miteinander. Doch das Glück sollte nicht ewig währen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Als der Chef des Dorfes Credulo gestorben war, suchten die Bewohner hastig nach Ersatz für die Spitze des Dorfrats. Die Wahl fiel auf Gaprom, ein kleiner Mann mit auffallend dunklem Haar. Doch bald begannen die Bewohner von Credulo ihre Wahl zu bereuen. Gaprom schien wenig Interesse am Wohl der Dorfbewohner zu haben, stattdessen protzte er mit seiner neuen Stellung als Dorfchef. So dauerte es nicht lange, bis die Bewohner von Credulo hinter vorgehaltener Hand über ihren neuen Chef zu fluchen begannen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Also trommelte er das Dorf zusammen, um die beste Rede seines Lebens zu halten. „Credulorianerinnen und Credulorianer“, brüllte er, „ich habe in den vergangenen Monaten eine besorgniserregende Entwicklung in unserem Dorf beobachtet. Als Dorfchef ist es meine Pflicht, Euch davon in Kenntnis zu setzen!“ Erstaunt blickte die Versammlung zu ihm hoch. „In unserem Dorf gibt es eine Menge Annehmlichkeiten. Wir versorgen die Alten genauso wie die Kranken und Schwachen. Das mag populär sein – doch ist es wirklich gut?“ Im ganzen Dorf wurde es still.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;„Ist es nicht so, dass man schwitzen muss, wenn man ein Feld bestellen will? Ist es nicht so, dass man kämpfen muss, wenn man einen Bären erlegen will? Ist es nicht so, dass man bittere Medizin schlucken muss, wenn man gesund werden will? … Oder habt Ihr schon einmal von einem Kranken gehört, der mit Limonade geheilt wurde?“ Der Dorfplatz kicherte wissend.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;„Damit es uns weiterhin gut geht“, schrie Gaprom mit überschlagener Stimme, „müssen wir Opfer bringen! Ich verfüge daher, dass Ihr täglich zwei Stunden mehr arbeitet und eine Portion weniger esst! Das überschüssige Korn wird verkauft, damit wir das dafür erhaltene Gold unserem geliebten Berg, dem Heiligen Mammoni, opfern können, sodass er uns auch in Zukunft gewogen bleibt!“&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Rede war so überzeugend, dass selbst Gaproms schärfste Kritiker nicht an der Richtigkeit seiner Worte zweifelten. Der einzige Kritikpunkt lautete, dass Gaproms Pläne, die Opfergaben an den Heiligen Mammoni zu erhöhen, nicht weit genug gingen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Etwas anders sah man das in Malora, dem Nachbarort von Credulo. Die Einwohner Maloras zeigten sich über die plötzliche Enthaltsamkeit der Credulorianer verwundert, kümmerten sich aber nicht weiter darum. Das sei schließlich ihre Sache, wie sie dachten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Doch bereits ein paar Monate später schienen es die Sterne mit Malora nicht gut zu meinen. Kaum ein Credulorianer ließe sich mehr in ihren Gaststätten mehr blicken, klagten die Wirte. „Die sind nur noch am Feld und arbeiten von früh bis spät.“ Ähnliches erzählten sich die maloranischen Barbiere, Handwerker, Köhler und Bauern. Noch schlimmer als das Ausbleiben der credulorianischen Kunden war jedoch das Ausbleiben der maloranischen Kundschaft. Alles, was in Malora hergestellt wurde, war in Credulo billiger zu haben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zu allem Überdruss wurde Malora von einer schlimmen Dürre heimgesucht. Während das nahegelegene Credulo mit reichlich Niederschlag gesegnet war, hatte Malora mit verkümmerten Feldern und brennenden Häusern zu kämpfen. War das die Rache des Heiligen Mammoni?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Seit Monaten war Malora dem heiligen Berg seine Opfer schuldig geblieben. Man werde die Opferschuld ganz sicherlich begleichen, beteuerten die Maloranier in großen Zeremonien am Fuße des Mammoni, doch derzeit sei das eben absolut unmöglich. Wenn seine Heiligkeit nur ein bisschen Regen für uns elendige Sünder erübrigen könnte, dann… – doch die Beschwichtigungsversuche fruchteten nicht. Nun blieb den Maloraniern nur noch eine Möglichkeit: Credulo um Hilfe zu bitten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;„Credulorianerinnen und Credulorianer, seht her, wie Recht ich doch hatte“, sagte Gaprom mit betont würdiger Miene, während er vor einer aufgebrachten Menschenmenge auf die Abgesandten aus Malora zeigte. „Das passiert, wenn man sich für Schweiß und Tränen zu schade ist!“ „Ja, wir haben gesündigt und erkennen erst jetzt Eure Weisheit in ihrer ganzen Fülle. Sagt, werdet Ihr uns, Euren alten Freunden, trotzdem helfen?“, fragte der Chef des maloranischen Dorfrats mit heiserer Stimme. Die Menge schäumte vor Wut.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;„Credulo hat schwere Opfer gebracht. Wir leben bescheiden, arbeiten von früh bis spät und können nicht einmal mehr unsere eigenen Kranken und Schwachen versorgen. Wie sollte ich es vor den Bewohnern von Credulo rechtfertigen, Euer Lotterleben zu finanzieren?“, antwortete Gaprom. „Aber Ihr seid nun einmal unser wichtigster Handelspartner, damit ist Euer Wohl in gewisser Weise auch unser Wohl. Wir werden Euch Gold borgen, das Ihr aber einzig und alleine dafür verwenden dürft, um Eure Opferschulden beim Heiligen Mammoni zu begleichen. Lernt von unserem Beispiel und es wird Euch nach einer langen Strecke des Hungerns und Leidens besser gehen!“&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Nachricht versetzte Malora in euphorische Stimmung. Die Dorfbewohner arbeiteten mehr als jemals zuvor und aßen weniger, als es ihren Körpern guttat. Vorbei war die Zeit der Vergnügungen, Sparsamkeit war angesagt! Doch schon nach kurzer Zeit tat sich ein neues Problem auf – diesmal in Credulo.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;„Niemand kauft noch unser Korn“, klagte ein Händler bei Gaprom, „du musst den Leuten befehlen mehr zu arbeiten und dabei weniger Anspruch auf Verpflegung zu haben, sonst wird niemand aus Malora mehr unsere Waren kaufen!“ Gaprom willigte ein, doch die Maloranier antworteten ihrerseits mit noch mehr Arbeit bei noch geringerer Verpflegung.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;So ging es Jahr für Jahr und es fiel den armen Dörfern immer schwerer, die üppigen Opfergaben für den Heiligen Mammoni zusammenzukratzen. Auch um die Gesundheit der Dorfbewohner war es schlecht bestellt. Kaum Fleisch hing noch an ihren Knochen. Freizeit, Belustigung und kulturelle Vergnügungen kannten sie ohnehin nur noch aus Erzählungen. Als auch noch eine Seuche hunderte der bereits stark geschwächten Dorfbewohner dahinraffte, ließen sich die Bewohner beider Dörfer zu einer Verzweiflungstat hinreißen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ohne Zustimmung ihrer Dorfräte versammelten sie sich an der Opferstätte des Heiligen Mammoni und stellten ihn zur Rede. „Mammoni!“, rief der Zeremonienmeister, „Mammoni! Sprich mit uns!“ Totenstille. „Mammoni! Siehst du nicht, wie wir leiden?“ Plötzlich öffneten sich in den Gletschern zwei Augen groß wie Kornkreise und aus einer Felswand formten sich zwei gigantische Lippen. „Ja und?“, sprach der Berg laut wie ein Donnerknall. „Mammoni, hunderte unserer Leute sind gestorben, wir arbeiten tagein, tagaus, nur um dich mit unseren Opfern zu besänftigen! Und doch bestrafst du uns!“&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;„Ich bestrafe Euch nicht“, antwortete der Berg. „All unser Schweiß und all unsere Tränen – und trotzdem haben wir nicht einmal genug zu essen. Findest du das etwa gerecht?“, rief der Zeremonienmeister empört. „Versteht doch endlich“, entfuhr es dem Heiligen Mammoni, „Ihr seid es doch, die sich das Leben zur Hölle machen. Ich bin nur ein seelenloser Berg.“
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://herrnb.blog.de/2012/07/03/fabel-heiligen-mommami-14040527/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2012-04-13:/2012/04/13/homoeopathie-selbsttest-13499730/</id><title>Homöopathie-Selbsttest</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2012/04/13/homoeopathie-selbsttest-13499730/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2012-04-13T16:14:59+02:00</published><updated>2012-04-16T23:46:35+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Homöopathie &lt;/strong&gt;oder &lt;strong&gt;Schulmedizin&lt;/strong&gt;? Diese Frage ist bekanntlich Gegenstand heftiger Kontroversen, die jedoch nur Verwirrung stiften. Als serviceorientiertes Blog bietet &lt;strong&gt;Herrn Bs Notizen&lt;/strong&gt; daher nun den ersten &lt;strong&gt;Homöopathie-Sebsttest&lt;/strong&gt; an. Welche Heilmethode eignet sich besser für Sie?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Machen Sie den Homöopathie-Selbsttest!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;span&gt;&lt;strong&gt;Das Szenario&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Sie sind gelb.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/426/6306426_b698b94b1e_m.jpeg" alt="Gelb"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;span&gt;&lt;strong&gt;Variante 1&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Sie sind gelb und leiden unter Schwarz.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/427/6306427_e6e764a2f8_m.jpeg" alt="Gelb krank"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Um das lästige Schwarz loszuwerden, lokalisieren Sie die betreffende Stelle...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/431/6306431_5e2ffc1d6d_m.jpeg" alt="Gelb ausschneiden"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; ...und schneiden sie aus.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/434/6306434_d50ceef253_m.jpeg" alt="Gelb ausgeschnitten"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Danach malen Sie die offene Stelle wieder gelb an.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/442/6306442_30c1a72101_m.jpeg" alt="Gelb anmalen"&gt;&lt;br&gt; &lt;strong&gt;&lt;br&gt; Voilà!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/444/6306444_e0eb68e8e7_m.jpeg" alt="Gelb geheilt"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;span&gt;&lt;strong&gt;Variante 2&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Sie sind gelb und leiden unter Schwarz.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/427/6306427_e6e764a2f8_m.jpeg" alt="Gelb krank"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Da Sie sich von den eben beschriebenen Holzhammermethoden in Ihrer Person als Gesamtheit nicht genug gewürdigt fühlen, streben sie ein alternatives Verfahren an.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Zunächst verorten Sie die Ursache Ihres Leidens (Schwarz). Daraufhin besorgen Sie sich eine Farbe, die der Leidensursache ähnlich zu sein scheint (Grau).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/460/6306460_d890edafb3_m.jpeg" alt="Schwarz Grau"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Dann verkleinen Sie das Grau so oft, bis davon nur noch ein Millionstel Pixel übrig bleibt (kann aus technischen Gründen nicht dargestellt werden).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/464/6306464_4421b59c7b_m.jpeg" alt="Grau verkleinern"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Nun benetzen Sie Ihren Körper mit dem Millionstel Pixel Grau.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/427/6306427_e6e764a2f8_m.jpeg" alt="Gelb krank"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;strong&gt;Voilà!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/427/6306427_e6e764a2f8_m.jpeg" alt="Gelb krank"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;span&gt;Variante 3&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Sie sind gelb und leiden unter Schwarz.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/427/6306427_e6e764a2f8_m.jpeg" alt="Gelb krank"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Zwar stört Sie das Schwarz, doch etwas dagegen tun wollen Sie nicht. Könnte ja was Schlimmes sein, also lieber nicht weiter nachbohren.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;strong&gt;Voilà!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/427/6306427_e6e764a2f8_m.jpeg" alt="Gelb krank"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;span&gt;&lt;strong&gt;Die Auflösung&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Welche Variante bevorzugen Sie?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &gt;&gt; &lt;a href="javascript:window.open("&gt;Variante 1 - Ausschneiden und anmalen&lt;/a&gt;&lt;br&gt; &gt;&gt; &lt;a href="javascript:window.open("&gt;Variante 2 - Ähnliches verkleinern&lt;/a&gt;&lt;br&gt; &gt;&gt; &lt;a href="javascript:window.open("&gt;Variante 3 - Gar nichts&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Herzlichen Dank fürs Mitmachen; ich hoffe, dass Ihnen der &lt;strong&gt;Homöopathie-Selbsttest&lt;/strong&gt; bei Ihrer Entscheidung geholfen hat!&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2012-04-08:/2012/04/08/star-trek-sozialismus-13462645/</id><title>Star-Trek-Sozialismus</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2012/04/08/star-trek-sozialismus-13462645/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2012-04-08T21:57:17+02:00</published><updated>2012-04-13T16:16:19+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Star-Trek-Sozialismus - von dieser Vision schwärmt offensichtlich &lt;a href="http://www.zeit.de/2012/15/Piratenpartei-Wirtschaftspolitik"&gt;ein Berliner Pirat, wie Zeit Online vor kurzem berichtete&lt;/a&gt;. Doch wie sozialistisch ist Star Trek?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zufällig habe ich darüber soeben ein Buch gelesen. In seinem Buch &lt;a href="http://www.amazon.de/Das-Ph%C3%A4nomen-Star-Trek-metaphorische/dp/3930559986"&gt;"Das Phänomen Star Trek"&lt;/a&gt; zitiert Andreas Rauscher einen Autor, der es wissen muss:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Karlheinz Steinmüller, einer der prominentesten SF-Autoren der ehemaligen DDR, analysiert in seinem Essay "Beinahe eine sozialistische Utopie" die Parallelen zwischen der &lt;em&gt;Original Series&lt;/em&gt; und der zeitgleich entstandenen DDR-Science-Fiction-Literatur und gelangt zu folgendem Ergebnis: "Ein Großteil von &lt;em&gt;Star Trek - The Original Series&lt;/em&gt; hätte auch von osteuropäischen Autoren verfasst worden sein können [...] Gene Roddenberry und seine Drehbuchautoren waren in vielem denselben Idealen wie der Autoren osteuropäischer Science-Fiction verpflichtet."&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;span&gt;Andreas Rauscher (2003): Das Phänomen Star Trek. Ventil Verlag (S. 57)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Natürlich ist Start Trek nicht gleich Star Trek. Lägen die Ähnlichkeiten ursprünglich "in der Typologie, dem Optimismus und der Auseinandersetzung mit der moralischen Verantwortung des technischen Fortschritts" (S. 57), trägt die Föderation der Vereinten Planeten bei &lt;em&gt;The Next Generation&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Deep Space Nine&lt;/em&gt; erstmals selbst sozialistische Züge humanistischer Prägung. Als Beleg dient unter anderem die &lt;em&gt;Next-Generation&lt;/em&gt;-Folge &lt;a href="http://de.memory-alpha.org/wiki/Die_neutrale_Zone"&gt;"The Neutral Zone"&lt;/a&gt;, in der die Enterprise-Crew Tiefgefrorene aus dem 20. Jahrhundert wiederbelebt. Einem der Reanimierten, ein Börsenspekulant, erklärt Captain Picard:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Sie haben noch gar nichts begriffen. In den letzten drei Jahrhunderten hat sich unglaublich viel verändert. Es ist für die Menschen nicht länger wichtig, große Reichtümer zu besitzen. Wir haben den Hunger eliminiert, die Not, die Notwendigkeit, reich zu sein. Die Menschheit ist erwachsen geworden.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;span&gt;- Star Trek: The Next Generation. 1x26&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Doch widerspricht sich das nicht mit der allgemein akzeptierten Interpretation, wonach die Klingonen seit jeher das galaktische Pendant zu den Sowjets darstellen? Vordergründig ja. Am offensichtlichsten wird das bei &lt;em&gt;&lt;a href="http://de.memory-alpha.org/wiki/Star_Trek_VI:_Das_unentdeckte_Land"&gt;Star Trek VI: Das unentdeckte Land&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;. In diesem vielleicht besten Star-Trek-Film explodiert der klingonische Energieversorgungsplanet Praxis, wodurch die Klingongen sich zu einer Appeasement-Politik gezwungen sehen - die Parallelen zum Supergau von Tschernobyl sind offensichtlich.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Gleichzeitig jedoch wird das Klingonische Reich von Beginn an als Gesellschaft dargestellt, das sich wie kein anderes auf das Recht des Stärkeren beruft. Im Mittelpunkt der auf Kasten beruhenden Gesellschaft stehen Ehre, Stolz, Familie und Tradition. Krankheit wird gar als Schande angesehen. Insoferne entsprechen sie eher &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=PepQF7G-It0"&gt;republikanischen Kernwählern&lt;/a&gt; als dem, was die einst realsozialistischen Länder zumindest offiziell anstrebten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; In Summe operiert Star Trek somit auf zwei Ebenen: Auf der einen Seite als zur Schau getragene galaktische Weiterführung der USA, stets nach Freiheit und Individualität strebend. Auf der anderen Seite aber eben auch als implizit sozialistische Utopie, in der Armut längst der Vergangenheit angehört und Fort Knox bloß noch als Museum dient.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dass das Drehbuch von &lt;a href="http://de.memory-alpha.org/wiki/Star_Trek_%28Film%29"&gt;Star Trek (2009)&lt;/a&gt; aus der Feder eines &lt;a href="https://twitter.com/#!/boborci/status/164835887165865984"&gt;Ron&lt;/a&gt;-&lt;a href="https://twitter.com/#!/boborci/status/169665860183658498"&gt;Paul&lt;/a&gt;-&lt;a href="https://twitter.com/#!/boborci/status/159518742630514688"&gt;Fans &lt;/a&gt;stammen, könnte daher ein Mitgrund sein, weshalb die neuen Star-Trek-Filme nur schwer dem Star-Trek-Kanon zuzurechnen sind.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Link:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Das-Ph%C3%A4nomen-Star-Trek-metaphorische/dp/3930559986"&gt;Andreas Rauscher (2003): Das Phänomen Star Trek&lt;/a&gt; (Amazon)&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2012-04-03:/2012/04/03/normalzustand-konservativ-13397494/</id><title>Normalzustand: konservativ</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2012/04/03/normalzustand-konservativ-13397494/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2012-04-03T18:20:43+02:00</published><updated>2012-04-04T12:43:06+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;...verstärkt durch Smartphones, Tablets &amp; Co.?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data7.blog.de/media/995/6285995_8b60dc1162_s.jpeg" alt="Wein" width="508" height="244"&gt; &lt;a href="http://bps-research-digest.blogspot.com/2012/04/think-less-and-become-more-conservative.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+BpsResearchDigest+%28BPS+Research+Digest%29"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://bps-research-digest.blogspot.com/2012/04/think-less-and-become-more-conservative.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+BpsResearchDigest+%28BPS+Research+Digest%29"&gt;"Think less and become more conservative"&lt;/a&gt; - mit dieser etwas reißerischen Überschrift betitelt das von mir sehr geschätzte Psychologieblog &lt;em&gt;BPS Research Digest&lt;/em&gt; eine neue Studie, die dem Einfluss von Zeitdruck und geistigen Anstrengungen auf politische Einstellungen nachgegangen ist.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Die Untersuchung von &lt;a href="http://psp.sagepub.com/content/early/2012/03/16/0146167212439213"&gt;Scott Eidelman et al. (2012)&lt;/a&gt; setzt sich aus vier Bereichen zusammen:&lt;/p&gt;
	&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt; In einer Bar wurden verschieden stark Betrunkene nach ihren politischen Einstellungen befragt&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Versuchsteilnehmer wurden mit Tönen abgelenkt, während sie nach nach ihren politschen Einstellungen befragt wurden&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Probanden wurden unter Zeitdruck gesetzt, während sie Angaben zu ihren politischen Einstellungen machen mussten&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Probanden wurden gebeten, möglichst wenig nachzudenken, als sie Angaben zu ihren politischen Einstellungen machten&lt;/li&gt;
	&lt;/ul&gt;
	&lt;p&gt;Das Ergebnis: Je stärker die Versuchsteilnehmer und Versuchsteilnehmerinnen mental beeinträchtigt waren, desto eher verließen sie sich auf ihren gesunden Menschenverstand - und wurden konservativ. Die mentale Beeinträchtigung verlieh Sätzen wie "Produktion und Handel sollten frei von staatlichen Eingriffen sein" ihre Plausibilität. "Unsere Befunde legen nahe, dass konservatives Denken grundlegend, normal und vielleicht natürlich ist", fassen die Forscher zusammen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Das ist nicht überraschend, wenn man die Studienlage zu dem Thema ein wenig kennt. Für ich wirft das Ergebnis jedoch auch auf eine mittlerweile klassische &lt;a href="http://psycnet.apa.org/index.cfm?fa=buy.optionToBuy&amp;id=1993-44074-001"&gt;Studie von Daniel Gilbert und Romin Tafarodi (1993)&lt;/a&gt; ein neues Licht.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Die Forscher hatten Versuchsteilnehmerinnen Aussagen über zwei unzusammenhängende Kriminalfälle vorgelegt, die angeblich vor kurzem stattgefunden hätten. Die Probandinnen sollten über die Höhe der Gefängnisstrafe entscheiden. Der Clou: Zusätzlich zu den angeblich wahren Kriminalfällen wurden auf dem Bildschirm in roter Farbe gehaltene Statements eingeblendet, von denen es ausdrücklich hieß, dass sie bedeutungslos wären, also nichts mit den Kriminalfällen zu tun hatten. Die Frage war, ob sich die Versuchsteilnehmerinnen dadurch in ihren Entscheidungen beeinflussen lassen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Die Ergebnis: Probandinnen, die nicht unter Stress standen, ließen sie sich kaum täuschen. Ganz anders lautete jedoch das Ergebnis einer Vergleichsgruppe, die während des Experiments absichtlich abgelenkt wurde. Wurden rote Statements eingeblendet, die den Täter in schlechtem Licht dastehen ließen, stieg die vorgeschlagene Gefängnisstrafe um durchschnittlich mehr als fünf Jahre - obwohl die Statements gar nicht zum Kriminalfall gehörten! "Du kannst nicht nicht alles glauben, was du liest", so die Schlussfolgerung der Forscher.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Interessanterweise wirkte der Effekt jedoch nicht umgekehrt: Wenn die "falschen" roten Statements den Täter entlasteten, wirkte sich das so gut wie gar nicht auf die Länge der Gefängnisstrafe aus. Ich glaube nun auch zu ahnen, weshalb.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Auf alle Fälle geben die Untersuchungen zu denken anlässlich des weit verbreiteten Glaubens, Smartphones und Tablets würden eine fortschrittlichere Gesellschaft hervorbringen. Gut möglich, dass Surfen während der U-Bahnfahrt oder Twittern während des Vortrags - sprich: die Reduktion unserer geistigen Rechenleistung durch Multitasking - das genaue Gegenteil bewirkt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Update:&lt;/strong&gt; Per E-Mail wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass Eckhart von Hirschhausen schon einmal vor Jahren über den &lt;a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article2951557/Alkoholkonsum-fuehrt-zu-konservativen-Ansichten.html"&gt;Zusammenhang von Alkoholkonsum und Konservatismus&lt;/a&gt; geschrieben hat! (Danke an Rolf D.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://herrnb.blog.de/2012/04/03/normalzustand-konservativ-13397494/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2012-03-22:/2012/03/23/linkisches-2-13273425/</id><title>Linkisches 2/12</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2012/03/23/linkisches-2-13273425/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2012-03-23T01:10:43+01:00</published><updated>2012-03-27T20:11:54+02:00</updated><content type="html">	&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/klatsch-und-tratsch-lasst-sie-doch-reden-1.1313774"&gt;Klatsch und Tratsch - Lasst sie doch reden!&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;(sueddeutsche.de)&lt;br&gt;Ohne Tratsch - keine Zivilisation&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://blogs.discovermagazine.com/discoblog/2012/03/19/ncbi-rofl-which-brand-of-ball-point-pen-is-best-for-an-emergency-airway-puncture/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+DiscoverMag+%28Discover+Magazine%29&amp;utm_content=Google+Reader"&gt;NCBI ROFL: Which brand of ball point pen is best for an emergency airway puncture?&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;(blogs.discovermagazine.com)&lt;br&gt;Eine Studie klärt auf: Welcher Kugelschreiber eignet sich am besten für einen Luftröhrenschnitt?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://mindblog.dericbownds.net/2012/03/serotonin-and-reaction-to-unfairness.html"&gt;Serotonin and reaction to unfairness&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;(mindblog.dericbownds.net)&lt;br&gt;Die dunkle Seite des "Glückshormons" Serotonin: Unfairness wird eher toleriert&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.forschung-erleben.uni-mannheim.de/index.php?q=node/679"&gt;Müllabladen verboten!&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;(forschung-erleben.uni-mannheim.de)&lt;br&gt;Verbotsschilder können das Gegenteil von dem bewirken, was sie bewirken sollen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-03/fotografie-journalismus-ruben-salvadori"&gt;Fotojournalismus: Wie Pressefotos die Wirklichkeit manipulieren&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;(zeit.de)&lt;br&gt;Ein Projekt des italienischen Fotografen räumt mit der naiven Vorstellung auf, dass Pressefotos neutral die Wirklichkeit abbilden würden&lt;/li&gt;
	&lt;/ul&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2012-03-21:/2012/03/21/quit-or-die-politik-13250027/</id><title>Quit-or-Die-Politik</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2012/03/21/quit-or-die-politik-13250027/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2012-03-21T23:46:31+01:00</published><updated>2012-03-23T14:43:42+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;&lt;em&gt;Die Politik lässt gesundheitsbewusste Nikotinabhängige im Stich.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ein Gedankenexperiment: Angenommen, es gäbe aus irgendeinem unerfindlichen Grund auf dieser Welt nur radioaktive Schokolade zu essen. Da alle medizinischen Untersuchungen einhellig belegen, dass Menschen, die Schokolade verzehren, an Krebs sterben, hat Schokolade naturgemäß ein schlechtes Image. Doch eines Tages gelingt es einem findigen Forscher, Schokolade herzustellen, die nicht radioaktiv ist. Millionen von Schokoessern könnten damit vor einem allzu vorzeitigen Tod bewahrt werden. Welch frohe Botschaft - sollte man meinen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Doch dann geschieht etwas Seltsames: Man wisse über die Langzeitwirkung von nicht-radioaktiver Schokolade zu wenig bescheid, tönt es von Antischokolade-Organisationen, der Presse und der Politik, daher sollte diese nicht-radioaktive Schokolade auch nicht im freien Handel erhältlich sein. Möglich, dass auch nicht-radioaktive Schokolade die Gesundheit schädigt. Es sei sowieso am vernünftigsten, überhaupt keine Schokolade zu essen. Der Zucker! Die Kinder! Also weg damit.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Absurde Realität&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Klingt absurd, ist aber leider real. Nur, dass es in diesem Fall nicht um nicht-radioaktive Schokolade geht, sondern um &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Electronic_cigarette"&gt;elektronische Zigaretten&lt;/a&gt;. Auch hier weiß man nicht über ihre Langzeitwirkung bescheid - wie denn auch? -, sondern bloß, dass sie nach allem menschlichen Ermessen nur ein Bruchteil so schädlich sind wie herkömmliche Tabakwaren. Jeder Gesundheitspolitiker sollte eigentlich ein Interesse daran haben, Raucher zum Umsteigen zu bewegen. Stattdessen werden Umsteiger mit billigen Scheinargumenten &lt;a href="http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/nichtrauchen/news/zulassung-als-arzneimittel-unmoeglich-das-aus-fuer-die-e-zigarette-_aid_719574.html"&gt;zusehends in die Illegalität getrieben&lt;/a&gt; - obwohl viele "Dampfer" (davon zeugen zahlreiche Posts in diversen Foren) sogar selbst sagen, dass ihnen kontrollierte und hochqualitative Liquids (die Flüssigkeit, in der sich das Nikotin befindet) höhere Preise durchaus wert wären.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Doch ihre berechtigten Sorgen werden nicht erhört, ihr Sinn für verantwortungsvolles Handeln nicht belohnt. Die Politik lässt sie im Stich - quit or die! Das ist nicht nur absurd, sondern nach heutigem Wissen geradezu verantwortungslos. Daher kann ich mich dem offenen Brief dieses hochsympathischen "Dampfers" nur anschließen:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Links:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.guardian.co.uk/society/2011/sep/14/smokeless-nicotine-cigarettes-government"&gt;"Cabinet office 'nudge unit' encourages use of product banned in many countries, in bid to reduce smoking-related deaths"&lt;/a&gt; (Guardian.co.uk)&lt;br&gt;
&lt;a href="http://scienceblog.cancerresearchuk.org/2009/04/24/can-nicotine-gum-cause-mouth-cancer/"&gt;"For a smoker, the health hazards of continuing to smoke greatly outweigh any potential risks of using nicotine replacement therapy"&lt;/a&gt; (scienceblog.cancerresearchuk.org)&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.sify.com/news/e-ciggies-much-safer-than-real-ones-study-news-health-kmrmajgggbi.html"&gt;"E-ciggies much safer than real ones: Study"&lt;/a&gt; (www.sify.com)&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2012-03-19:/2012/03/20/journalistisches-storytelling-hassliebe-13219303/</id><title>Wie viel Storytelling verträgt die Wirklichkeit?</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2012/03/20/journalistisches-storytelling-hassliebe-13219303/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2012-03-20T00:50:29+01:00</published><updated>2012-03-21T23:51:45+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;&lt;img src="http://data7.blog.de/media/351/6256351_b0caaa1989_m.jpeg" alt="Storytelling für Journalisten"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Selten hinterließ mich ein Buch so zwiegespalten wie &lt;a href="http://www.amazon.de/Storytelling-f%C3%BCr-Journalisten-Marie-Lampert/dp/3867642524"&gt;"Storytelling für Journalisten"&lt;/a&gt; von Marie Lampert und Rolf Wespe. Einerseits ist meine Bewunderung für die hohe Kunst des journalistischen Geschichtenerzählens noch ein Stück weit gestiegen. Andererseits sind in mir die Zweifel an den positiven Folgen fein säuberlich konstruierter Mediendramaturgien nicht gerade gesunken.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Beginnen wir bei der Bewunderung - schließlich war sie ja auch der Grund, weshalb ich mir dieses Buch überhaupt zugelegt habe. Ich gebe offen zu: Ich habe mich ein wenig in den Schreibstil, wie er besonders im angelsächsischen Raum in seiner vollendetsten Form gepflegt wird, ein kleinwenig verliebt. Wie es etwa &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Malcolm_Gladwell"&gt;Malcolm Gladwell &lt;/a&gt;- dem derzeit vielleicht besten Storyteller überhaupt - gelingt, mit einer derartigen Sogwirkung über an sich langweilige Themen wie Bürostühle, Cola, die Sesamstraße oder Reisfelder zu schreiben, ist mir ein fantastisches Rätsel, das nahezu an Magie zu grenzen scheint.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Glücklicherweise hält "Storytelling für Journalisten" das, was es verspricht, gewährt einen umfassenden Einblick in die Zauberkästen der professionellen Storyteller und glänzt mit einer Menge praktischer Tipps: Steige mit einem Höhepunkt in die Geschichte ein, halte dich an das Konzept der Heldenreise, erst das Konkrete und dann das Abstrakte, vermeide die Adam-und-Eva-Falle usw. Wer sich für Storytelling interessiert, wird den Kauf von "Storytelling für Journalisten" also nicht bereuen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Ich kann jedoch auch nicht verleugnen, dass mich beim Lesen stellenweise ein Unbehagen überkam, etwa wenn Marie Lampert und Rolf Wespe im Subkapitel "Inseln der Verständlichkeit im Meer der Abstraktion" schreiben:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;In einer Medizinsendung des Schweizer Fernsehens sank die Quote, wenn die Mediziner lange sprachen. Der Moderator sorgte für eine ausgeglichene Quote, indem er jeweils sobald wie möglich dem Patienten das Wort erteilte.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Marie &lt;/span&gt;Lampert, Rolf Wespe (2011): Storytelling für Journalisten. Konstanz: UVK. S. 27&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Klar ist es vorteilhaft, wenn Rezipientinnen und Rezipienten die Inhalte auch nachvollziehen können. Das Verpacken von komplexen Zusammenhängen in einfache Geschichten hat nicht nur den Vorteil, dass man sich den Inhalt besser merkt, sondern kann auch pädagogisch sinnvoll sein, &lt;a href="http://www.nytimes.com/2012/03/18/opinion/sunday/the-neuroscience-of-your-brain-on-fiction.html?_r=2&amp;partner=rssnyt&amp;emc=rss"&gt;wie die Autorin Annie Murphy Paul erst kürzlich in der New York Times zusammenfasste&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Reading great literature, it has long been averred, enlarges and improves us as human beings. Brain science shows this claim is truer than we imagined.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;span&gt;&lt;a href="http://www.nytimes.com/2012/03/18/opinion/sunday/the-neuroscience-of-your-brain-on-fiction.html?_r=2&amp;partner=rssnyt&amp;emc=rss"&gt;Annie Murphy Paul: Your Brain on Fiction&lt;/a&gt;&lt;span&gt;. &lt;a href="http://www.nytimes.com"&gt;www.nytimes.com&lt;/a&gt;, 17. März 2012&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Allerdings: Wie viel &lt;a href="http://www.animationsfilme.ch/2012/03/07/pixars-22-regeln-fur-gutes-storytelling/"&gt;kindertaugliches Storytelling à la Pixar&lt;/a&gt; verträgt die Wirklichkeit? Diese Frage richtet sich keineswegs nur an den Boulevard, wie er etwa von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Galileo_%28Fernsehsendung%29"&gt;Galileo &lt;/a&gt;repräsentiert wird, einer "Wissenschaftssendung", die sich mit dem Abfilmen 20-jähriger Studentinnen beim Reifenwechsel begnügt. Sie richtet sich auch an eine vermeintliche Politikberichterstattung, die &lt;a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-03/gruene-machtkampf-roth-trittin"&gt;frei von jeder Sachpolitik ist&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Das heißt nicht, dass ich die Übersetzung des Abstrakten ins Konkrete ablehne. Im Gegenteil. Allerdings ist sie das &lt;em&gt;Mittel zum Zweck&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;nicht der Zweck selbst&lt;/em&gt;. Für weise Entscheidungen, die Bürger in einer Demokratie treffen sollten, kann man die Vogelperspektive nicht einfach außen vor lassen. Doch auch bei gutem Storytelling scheitern meiner ganz subjektiven Beobachtung nach die Rezipienten nicht selten an der Rückübersetzung ins Abstrakte.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Nehmen wir an, ein Fußballverein steckt einfach bloß aufgrund des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Kammerer#Das_Gesetz_der_Serie"&gt;Gesetzes der Serie&lt;/a&gt; eine Reihe von Niederlagen ein. Nach der vierten Niederlage in Folge kommt ein Sportreporter vorbei, um sich ein Bild von der Sache zu machen. Er bemerkt, dass der Trainer deprimiert wirkt und nimmt daher praktischerweise an, der Pessimismus des Trainers sei &lt;em&gt;Ursache &lt;/em&gt;und nicht &lt;em&gt;Folge &lt;/em&gt;der Niederlagen. Abschließend schreibt der Reporter eine wunderschöne Reportage über den depressiven Coach, der die Spieler mit seinem Pessimismus ansteckt. Er emotionalisiert, personalisiert, dramaturgisiert. Was wäre für einen Fan nach dem Lesen des Artikels näherliegender, als die Ablösung des Trainers zu fordern?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Dass&lt;a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,754907,00.html"&gt; Trainerwechsel nichts bringen&lt;/a&gt;, wissen die wütenden Fans nicht. Das sei "zu wenig greifbar" und hätte die Geschichte "nicht vorangetrieben", wie der Reporter sagt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;strong&gt;Links:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; &lt;a href="http://www.nytimes.com/2012/03/18/opinion/sunday/the-neuroscience-of-your-brain-on-fiction.html?_r=2&amp;partner=rssnyt&amp;emc=rss"&gt;Your Brain on Fiction&lt;/a&gt; (nytimes.com)&lt;br&gt; &lt;a href="http://www.animationsfilme.ch/2012/03/07/pixars-22-regeln-fur-gutes-storytelling/"&gt;Pixars 22 Regeln für gutes Storytelling&lt;/a&gt; (animationsfilme.ch)&lt;br&gt; &lt;a href="http://www.amazon.de/Storytelling-f%C3%BCr-Journalisten-Marie-Lampert/dp/3867642524"&gt;Storytelling für Journalisten&lt;/a&gt; (amazon.de)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Blogtipp:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; &lt;a href="http://blog.liviablackburne.com/"&gt;&lt;span class="item"&gt;A Brain Scientist's Take on Writing&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2012-03-18:/2012/03/18/linkisches-13209838/</id><title>Linkisches</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2012/03/18/linkisches-13209838/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2012-03-18T22:10:46+01:00</published><updated>2012-03-20T00:51:04+01:00</updated><content type="html">	&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://science.orf.at/stories/1695993/"&gt;Psychologie: Unterdrücktes Mitleid macht unmoralisch&lt;br&gt;&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;(science.orf.at)&lt;br&gt;Wer sein Mitleid unterdrückt, wird moralisch "flexibler", so eine neue Studie&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="http://blogs.discovermagazine.com/80beats/2012/03/13/the-science-behind-why-airline-food-tastes-bad/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed:+80beats+%2880beats%29"&gt;&lt;strong&gt;The Science Behind Why Airline Food Tastes Bad&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;(blogs.discovermagazine.com)&lt;br&gt;Aus der Rubik unnützes Partywissen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/lernen/lernen-201203134-lernen-von-timothy-judge-kratzbuerstige-verdienen-mehr.html"&gt;Kratzbürstige verdienen mehr&lt;br&gt;&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;(wirtschaftspsychologie-aktuell.de)&lt;br&gt;Unverträglichkeit zahlt sich aus - zumindest finanziell&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.profil.at/articles/1211/560/322215/natascha-kampusch-fall-kampusch-die-staatsanwaltschaft"&gt;Fall Kampusch: Die Staatsanwaltschaft legt alles offen&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;(profil.at)&lt;br&gt;Lesenswerter Artikel über die bizarren Verschwörungstheorien im Fall Natascha Kampusch&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=GZadCj8O1-0"&gt;The $8 billion iPod&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;(youtube.com) &lt;a href="https://twitter.com/#!/uebel/status/180694554876452864"&gt;via&lt;br&gt;&lt;/a&gt;Sehenswerter TED-Talk über die absurden Zahlen, mit denen die Content-Industrie argumentiert&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1701622/"&gt;&lt;strong&gt;Beleidigung des Lesers&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; &lt;br&gt;(dradio.de)&lt;br&gt;Verlage beschäftigen immer seltener Korrektoren. Die Folge: Kaum mehr Bücher ohne Druckfehler&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.forschungs-blog.de/der-dschungelpilz-der-plastik-frist/"&gt;Der Dschungelpilz, der Plastik frißt&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;(forschungs-blog.de)&lt;br&gt;Hoffnung für den Plastic Planet&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.freitag.de/wissen/1210-elektrodroge"&gt;Viel Schall um wenig Dampf&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;(derfreitag.de)&lt;br&gt;Lesenswerter Kommentar über die irrationale Schlechterstellung von E-Zigaretten&lt;/li&gt;
	&lt;/ul&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2012-03-16:/2012/03/16/zwei-striche-leben-tod-entscheiden-13199233/</id><title>Zwei Striche, die über Leben oder Tod entscheiden</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2012/03/16/zwei-striche-leben-tod-entscheiden-13199233/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2012-03-16T20:20:20+01:00</published><updated>2012-03-18T22:38:53+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Manchmal können zwei Striche über Leben oder Tod entscheiden. Das sollte man sich angesichtsichts eines Richterspruchs vor Augen halten, der diese Woche in Graz gefallen ist. Doch alles von Anfang an.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;2010 hatte die rechtspopulistische Freiheitliche Partei Österreichs im Rahmen eines Wahlkampfs mit einem Computerspiel viel Medienpräsenz eingeheimst. Bei dem "Anti-Minarettspiel" gilt es, "möglichst viele Minarette, Moscheen und Muezzine" zu stoppen, "die zeitlich aufeinanderfolgend am Bildschirm erscheinen" (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moschee_baba"&gt;Zitat Wikipedia&lt;/a&gt;). Kritiker - darunter Österreichs Bundespräsident - finden das geschmacklos, erinnert das "Anti-Minarettspiel" doch an viele ähnliche Spiele, bei denen geschossen wird. Bei der FPÖ verteidigte man sich, dass ja nicht geschossen sondern bloß "gestoppt" werde. Es gebe keine Schussgeräusche und auch kein Fadenkreuz. Diese Woche wurde diese Sicht &lt;a href="http://derstandard.at/1331207188974/Keine-Verhetzung-Moschee-baba-OLG-bestaetigt-Freispruch-fuer-steirischen-FP-Chef"&gt;vom Grazer Oberlandesgericht bestätigt&lt;/a&gt;. Doch zu Recht?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In der aktuellen Ausgabe von Gehirn&amp;Geist (4/2012, &lt;a href="http://www.gehirn-und-geist.de/alias/angemerkt/im-fadenkreuz/1142977"&gt;hier&lt;/a&gt; nachzulesen) stieß ich über eine bemerkenswerte &lt;a href="http://www.perceptionweb.com/abstract.cgi?id=p6942"&gt;Studie&lt;/a&gt;. Wissenschaftler der Universität Bamberg und der Universität Delft konfrontierten 170 Probanden mit einem fiktiven Szenario. Demnach gebe es in der Umgebung von Utrecht zu viele Füchse, die für die Bevölkerung eine Plage seien. Dabei bekamen die Versuchspersonen auch eine Karte gezeigt, auf der eingezeichnet ist, welche Regionen von der Fuchsplage betroffen seien - mit einem kleinen Unterschied: Während die eine Hälfte der Probanden eine Karte zu sehen bekam, auf der die fiktive Fuchsplage mit simplen Kreisen eingezeichnet war, bekam die andere Hälfte das gleiche Bild mit Fadenkreuzen präsentiert. Danach wurden die Probanden gefragt, wie man ihrer Meinung nach mit der Plage umgehen solle: Die Füchse zum Abschuss freigeben oder einfangen und woanders aussetzen? Tatsächlich favorisierte die Kreis-Gruppe eher die gewaltfreie Lösung als die Fadenkreuz-Gruppe.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Vordergründig scheint die Untersuchung der FPÖ Recht zu geben - zumindest was die Nichtverwendung eines Fadenkreuzes betrifft. Vor allem zeigt die Studie jedoch, wie schmal der Grat dabei ist. Wer symbolisch mit dem Feuer spielt, kann damit auch &lt;a href="http://www.stern.de/politik/ausland/attentat-in-arizona-im-fadenkreuz-von-sarah-palin-1641513.html"&gt;echtes Feuer legen&lt;/a&gt;. Bereits zwei kleine Striche können zwischen Leben oder Tod entscheiden.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Links:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.gehirn-und-geist.de/alias/angemerkt/im-fadenkreuz/1142977"&gt;"Angemerkt! Im Fadenkreuz" (gehirn-und-geist.de)&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moschee_baba"&gt;"Moschee baba"&lt;/a&gt; (Wikipedia)
&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2011-03-02:/2011/03/02/guttenberg-macht-genau-richtig-10735964/</id><title>Guttenberg macht es genau richtig</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2011/03/02/guttenberg-macht-genau-richtig-10735964/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2011-03-02T04:15:13+01:00</published><updated>2012-03-15T22:33:08+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Guttenberg macht es genau richtig. Nein, nicht vom moralischen Standpunkt, sondern vom machiavellistischen. Das verrät bereits ein rascher Blick in die Psychostudien-Kiste.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;"Dieser Verteidigungsminister geht nicht, weil er gelogen hat", &lt;a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-03/guttenberg-ruecktritt-kommentar"&gt;ärgert sich der stellvertretende ZEIT ONLINE-Chefredakteur Karsten Polke-Majewski&lt;/a&gt;, kein Wort verliere Guttenberg "zu den Tausenden Wissenschaftlern, die sich von ihm verhöhnt fühlen und dem auch Ausdruck geben. Keines zu den Studierenden der Bundeswehr-Universitäten, denen er vorgesetzt war, und die für ähnliche Vergehen Degradierung fürchten müssen." Stattdessen "sind es die Medien, die alles durcheinanderbringen, die 'enorme Wucht der medialen Betrachtung' seiner Person, sagt Guttenberg, welche den Umbrüchen in Arabien und dem Geschehen in Afghanistan weniger Aufmerksamkeit schenkt als ihm."&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Kommentare wie diese liest man derzeit in den besseren deutschen Medien zuhauf. Das ist der moralische Aspekt. Doch wie sieht es von pragmatischer Seite aus?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Geht es nach einer Studie, die soeben im &lt;em&gt;Journal of Experimental Social Psychology&lt;/em&gt; erschienen ist, dann macht Guttenberg alles richtig. In einem der Experimente der Studie lasen die Probanden von einem Mann namens George - der entweder als Held, Normalo oder Opfer präsentiert wurde -, der Geld geklaut hatte. Bei einem Gedächtnistest zeigte sich: War George in dem Szenario selbst auch ein Opfer (er wurde von seinem Chef bestohlen), erinnerten sich bei einem nachfolgenden Gedächtnistest viel weniger Versuchsteilnehmer daran, dass George das Gesetz gebrochen hatte.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das Opfer zu mimen scheint also eine gute Strategie zu sein, seine Sünden vergessen zu machen. Doch wie sieht es mit der Wirksamkeit von Entschuldigungen aus, also echten, wirklich ehrlich gemeinten Entschuldigungen?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die werden überschätzt: Wie der niederländische Psychologe David De Cremer herausfand, stufen wir den Wert einer Entschuldigung wesentlich bedeutsamer ein, wenn wir uns lediglich &lt;em&gt;vorstellen&lt;/em&gt;, wir würden sie erhalten. Fällt die Entschuldigung &lt;em&gt;tatsächlich&lt;/em&gt;, wird sie als weit weniger wertvoll betrachtet.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Moral und psychologische Mechanismen gehen nicht selten getrennte Wege. Da die moralische Sensibilität der Machteliten nicht gerade im Steigen begriffen ist (oder ist das nur ein subjektiver Eindruck?), werden wir uns in Zukunft wohl noch eher vermehrt an Politikern, Wirtschaftsbossen und Lobbyisten erfreuen dürfen, die sich lieber zum Opfer hochstilisieren, anstatt sich ihrer Verantwortung zu stellen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das hat bei Haider schon geklappt ("linke Jagdgesellschaft"), bei Berlusconi ("linke Richter") und &lt;a href="http://1.ly/GuttenGruppe"&gt;funktioniert bei Guttenberg offenbar ebenso&lt;/a&gt;.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;strong&gt;Links:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-03/guttenberg-ruecktritt-kommentar"&gt;"Weder anständig noch ehrlich"&lt;/a&gt; (zeit.de)&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.abajournal.com/news/article/charged_with_a_misdeed_drop_the_hero_strategy_and_opt_for_victimhood_study_/"&gt;"To escape blame, be a victim, not a hero, new study finds"&lt;/a&gt; (brainmysteries.com)&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.spring.org.uk/2011/02/how-powerful-is-an-apology.php"&gt;"How Powerful is an Apology?"&lt;/a&gt; (psyblog.org)
&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2011-02-20:/2011/02/21/wirtschaftsmotor-vorsaetzliches-kaputtgehen-lassen-10644370/</id><title>Wirtschaftsmotor "Vorsätzliches Kaputtgehen lassen"</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2011/02/21/wirtschaftsmotor-vorsaetzliches-kaputtgehen-lassen-10644370/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2011-02-21T01:24:35+01:00</published><updated>2012-03-15T22:35:12+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Wer hat solche Erfahrungen nicht auch schon gemacht: Der DVD-Player? Kann nach zwei Jahren kaum noch Filme abspielen. Die Waschmaschine? Leckt, obwohl sie erst fünf Jahre alt ist. Der Herd? Schon im Eimer, noch bevor die Küche ganz fertig ist.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Es scheint fast so, als wird die Qualität von Geräten Jahr für Jahr schlechter. Handelt es sich um selektive Wahrnehmung? Alles nur Zufall?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Leider nein. "Geplante Obsoleszenz" heißt das Zauberwort - die "bewusste Verkürzung der Lebensdauer eines Industrieerzeugnisses, um die Wirtschaft in Schwung zu halten". Wer das so unglaublich findet wie ich, dem empfehle ich die hervorragende Arte-Doku "Kaufen für die Müllhalde":&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://herrnb.blog.de/2011/02/21/wirtschaftsmotor-vorsaetzliches-kaputtgehen-lassen-10644370/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2011-02-15:/2011/02/15/diskussionen-facebook-revolution-wirklich-spannenden-frage-vorbeigehen-10597530/</id><title>Warum Diskussionen über die "Facebook-Revolution" an der wirklich spannenden Frage vorbeigehen</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2011/02/15/diskussionen-facebook-revolution-wirklich-spannenden-frage-vorbeigehen-10597530/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2011-02-15T16:40:12+01:00</published><updated>2012-03-16T21:54:07+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Spätestens seit der nicht stattgefundenen Twitter-Revolution im Iran versuchen Laien wie Experten die politische Macht des Internets zu ergründen. Leider folgen sie dabei meist einer falschen Grundannahme. Während Facebook &amp; Co. für die Bewohner halbautoritärer Staaten tatsächlich potenzielle Befreiungsinstrumente sein könnten, könnte für westliche Demokratien das genaue Gegenteil zutreffen.&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;a title="Die politische Blogosphäre der Vereinigten Staaten" href="javascript:window.open("&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/288/5351288_4099bdbd66_m.jpeg" alt="Die politische Blogosphäre der Vereinigten Staaten"&gt;&lt;/a&gt;&lt;span&gt;&lt;strong&gt;Die politische Blogosphäre der USA: blau = liberal, rot = konservativ [1]&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;/span&gt; &lt;br&gt; Wie viel politischer Sprengstoff steckt in Social Media? Haben Dienste wie Facebook und Twitter wirklich die Kraft, autokratische Regime aus den Angeln zu heben? Nach dem Sturz von Ägyptens Hosni Mubarak werden Fragen wie diese wieder einmal eifrig diskutiert.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Meistens treffen dabei zwei Standpunkte aufeinander: Die einen, die meinen, mit Hilfe des Internets hätten Bürger und politische Aktivisten die Chance, ihren Anliegen Gehör zu verschaffen und sich zu einer mächtigen Protestbewegung zusammenzuschließen. Und natürlich die anderen, die die politische Sprengkraft von Facebook und Twitter für maßlos überschätzt halten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Diese Debatte mag für autoritär geführte Staaten - derzeit insbesondere der arabischen Welt - von praktischer Relevanz sein. Für westlichen Demokratien stellt die zunehmende Vernetzung jedoch eine Herausforderung gänzlich anderer Art dar.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Der große Irrtum, der dieser Debatte innewohnt, resultiert bereits aus der oft unausgesprochenen Grundannahme: Je vernetzter die Menschen sind, desto leichter kann sich eine Idee (zum Beispiel eine politische Forderung) ausbreiten, desto mehr Macht liegt also beim "Volk". Genau das ist aber falsch.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Nicholas A. Christakis und James H. Fowler haben dies anhand von Computersimulationen und statistischen Daten über Wahlbeteiligungen überprüft. In ihrem Buch "Connected!" schreiben sie:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Unsere Simulation ließ [...] die Vermutung zu, dass die Wählerwellen dann am größten waren, wenn sie von einer Person in einer moderat vernetzten Gruppe ausgingen. Zu starke interne Vernetzung bedeutete, dass eine Gruppe vom Rest abgeschnitten war, und bei zu geringer Vernetzung war die Gruppe zu desorganisiert, als dass das Verhalten einer Person große Auswirkungen auf die Übrigen gehabt hätte.&lt;br&gt; [...]&lt;br&gt; Genau diesen Zusammenhang fanden wir in den Daten aus Indianapolis und St. Louis. Die Wahlbeteiligung war am größten in Netzwerken mit einer Transitivität von 0,5 (das heißt, dass die Hälfte der Freunde einer Person auch untereinander befreundet sind). Personen deren Freunde einander nicht kannten, beteiligten sich seltener, genau wie verschworene Cliquen. Diese Erkenntnis bestätigte sich in einer Gallup-Umfrage über den Zusammenhang von Netzwerken und Wählerverhalten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt; Daher können "Netzwerke ab einem bestimmten Punkt so stark vernetzt sein", dass "Informationen und Normen nur noch innerhalb der Gruppe zirkulieren, aber nicht mehr zwischen den Gruppen". [2] Wie das konkret aussehen kann, zeigt die Visualisierung der politischen US-Blogosphäre (bild oben): liberale Blogs verlinken beinahe ausschließlich zu anderen liberalen Blogs, konservative Blogs zu anderen konservativen Blogs. Neue Ideen wandern daher nur noch durchs eigene Netzwerk, während sie bei Außenstehenden bloß nur noch für Kopfschütteln sorgen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Die Auswirkungen dieser "Übervernetzung" sind längst evident: Fragmentierte Parlamente, immer tiefer werdende ideologische Klüfte, kaum noch regierbare Staaten (wie etwa Belgien). Selbst in Demokratien mit rigidem Mehrheitswahlrecht wie den USA schaffen Subbewegungen wie die Tea Party neue politische Realitäten, die einem gesamtgesellschaftlichen Minimalkonsens nicht gerade förderlich sind. Der hohe Vernetzungsgrad ist das Holz, aus dem der Wutbürger geschnitzt ist.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Wer den Trend zur Postdemokratie beklagt, muss sich daher auch die Frage stellen, ob Smartphones, Facebook, Twitter, YouTube &amp; Co. wirklich die Lösung des Problems darstellen - oder nicht vielmehr das Problem selbst. Gut möglich, dass Social-Media-Dienste in halbautoritären Regimen zur Öffnung beitragen. Allerdings ist der dortige Vernetzungsgrad eben vielleicht &lt;strong&gt;noch nicht zu groß&lt;/strong&gt; - und es gibt natürlich den gemeinsamen Feind, den Langzeitmachthaber.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; In westlichen Demokratien hingegen könnte die zunehmende Vernetzung zum genauen Gegenteil führen: Eine Gesellschaft aus zusehends kleiner werdenden Subgruppen, die immer radikaler, aber auch ohnmächtiger werden, weil es ihnen am Zugang zu anderen Netzwerken fehlt. Und eine Machtelite, die sich mehr und mehr dazu gezwungen fühlt, autoritär zu agieren, um ihr Land noch regierbar bleiben zu lassen.&lt;br&gt; &lt;span&gt;&lt;br&gt; ___&lt;br&gt; [1] Nicholas A. Christakis &amp; James H. Fowler (2009): Connected! Die Macht sozialer Netzwerke und warum Glück ansteckend ist. Frankfurt am Main: Fischer. Zwischen S. 224 und 225.&lt;br&gt; [2] Ebenda, S. 244-245.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-10-04:/2010/10/04/argumentationsleitfaden-fortgeschrittene-vollprofis-9519386/</id><title>Argumentationsleitfaden für Fortgeschrittene und Vollprofis</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/10/04/argumentationsleitfaden-fortgeschrittene-vollprofis-9519386/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-10-04T18:06:56+02:00</published><updated>2012-03-13T22:05:30+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;&lt;a title="Argumentationsleitfaden für Fortgeschrittene und Vollprofis" href="javascript:window.open("&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/731/5020731_9e70187ac4_m.jpeg" alt="Argumentationsleitfaden für Fortgeschrittene und Vollprofis" width="480" height="526"&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;(zum Vergrößern anklicken)&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-09-29:/2010/09/29/kleine-einfuehrung-politische-psychologie-9488838/</id><title>Kleine Einführung in die politische Psychologie</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/09/29/kleine-einfuehrung-politische-psychologie-9488838/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-09-29T17:56:05+02:00</published><updated>2012-03-13T22:06:06+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Haidt"&gt;Jonathan Haidt&lt;/a&gt;: "Sports is to war as pornography is to sex."&lt;/p&gt;
	







	&lt;p&gt;&lt;a href="http://scienceblogs.com/thoughtfulanimal/2010/09/morality_and_politics_a_guest.php?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+ScienceblogsChannelBrain+%28ScienceBlogs+Channel+%3A+Brain+%26+Behavior%29"&gt;(via)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiterführender Link:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.polipsych.com/"&gt;&lt;a href="http://www.polipsych.com"&gt;http://www.polipsych.com&lt;/a&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-09-22:/2010/09/23/troll-arbeit-9444754/</id><title>Ein Troll bei der Arbeit</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/09/23/troll-arbeit-9444754/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-09-23T01:18:50+02:00</published><updated>2012-03-15T22:49:16+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;&lt;a title="Ein Troll bei der Arbeit" href="http://www.raketa.at/index.php?id=8431&amp;rid=288"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/021/4991021_2c00e7344f_m.jpeg" alt="Ein Troll bei der Arbeit" width="381" height="553"&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;&lt;br&gt;(zum Vergrößern anklicken)&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-09-17:/2010/09/17/soziale-netze-epidemien-vorhersagen-9410780/</id><title>Wie soziale Netze Epidemien vorhersagen</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/09/17/soziale-netze-epidemien-vorhersagen-9410780/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-09-17T19:30:16+02:00</published><updated>2012-03-13T22:06:38+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Ich muss gestehen, ich habe &lt;a href="http://www.amazon.de/Connected-Macht-sozialer-Netzwerke-ansteckend/dp/3100113500"&gt;Nicholas Christakis' Buch&lt;/a&gt; noch immer nicht gelesen (aber immerhin schon mal erstanden); von seinen Vorträgen bin ich jedoch mehr als nur fasziniert:&lt;/p&gt;
	







</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-09-03:/2010/09/03/sprache-denken-formt-weisheit-masse-misterioese-hubschrauber-9304379/</id><title>Wie die Sprache das Denken formt, die Weisheit der Masse, mysteriöse Hubschrauber und mehr</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/09/03/sprache-denken-formt-weisheit-masse-misterioese-hubschrauber-9304379/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-09-03T17:20:22+02:00</published><updated>2012-03-13T22:09:22+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Heute gibts ein paar schöne Links:&lt;strong&gt;&lt;br&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt; Does Your Language Shape How You Think?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; Dieser Frage geht der Linguist &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Guy_Deutscher"&gt;Guy Deutscher&lt;/a&gt; in der &lt;em&gt;New York Times&lt;/em&gt; nach - und gibt dabei Einblicke spannende Forschungsergebnisse.&lt;a href="http://www.nytimes.com/2010/08/29/magazine/29language-t.html?_r=3&amp;pagewanted=all"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt; [LINK]&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;/ul&gt;
	&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Weisheit der Masse schlägt Supercomputer&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Ist die Masse dumm? Zugegeben, tatsächlich gibt es viele Anzeichen, die darauf hinzudeuten scheinen. Dass man das aber auch anders sehen kann, zeigt ein Projekt der University of Washington. Wie sich zeigte, sind durchschnittliche Web-User sogar in der Lage, Supercomputer zu schlagen, wenn es um die Modellierung von Proteinen (!) geht. Ein ausgezeichneter Artikel von einem wie mir scheint auch äußerst gutaussehenden Autor - man spürt förmlich, wie viel Ahnung er von Biochemie hat! &lt;a href="http://www.ambuzzador.com/2010/08/27/foldit-masse-mit-klasse/"&gt;[LINK]&lt;/a&gt;
	&lt;p&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Christof Koch über Bewusstsein &lt;/strong&gt;&lt;br&gt; Bei &lt;a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/braincast"&gt;&lt;em&gt;Braincast&lt;/em&gt; &lt;/a&gt;gibt es diese Woche ein langes und inspirierendes Interview mit &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christof_Koch"&gt;Christof Koch&lt;/a&gt;, der seit Jahrzehnten "Grundlagenforschung" über das Bewusstsein betreibt. Unter anderem hält er es sogar für möglich, dass eines Tages unser Bewusstsein in eine Maschine transferierbar sein könnte. &lt;a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/braincast/2010-08-28/christof-koch-ber-bewusstsein-1-video"&gt;[LINK]&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/braincast/2010-09-02/christof-koch-ber-bewusstsein-2-video"&gt;[LINK]&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;/ul&gt;
	&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt; &lt;strong&gt;Was ist Intelligenz?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; Diese Frage stellt &lt;span&gt;Zeit Online&lt;/span&gt; &lt;em&gt;Die Zeit&lt;/em&gt; anlässlich der in Deutschland sehr präsenten &lt;a href="http://www.seesslen-blog.de/2010/09/03/851/"&gt;"Sarrazin-Debatte"&lt;/a&gt;. Der Artikel gibt eine schöne Übersicht, was es mit Intelligenz eigentlich auf sich hat. &lt;a href="http://www.zeit.de/2010/36/Intelligenz-Factcheck"&gt;[LINK]&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;/ul&gt;
	&lt;p&gt;Abschließend gibt es noch zwei verstörende Videos von einem Propeller und einem Hubschrauber:&lt;/p&gt;
	
	
	
	
	

	&lt;p&gt; &lt;a href="http://richardwiseman.wordpress.com/2010/09/02/can-anyone-explain-this/"&gt;(via)&lt;br&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;
	
	
	
	
	

	&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ursache diese bemerkenswerten Bilder sind natürlich die Bildraten der Kameras.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;So, ich hoffe, Ihr seid damit für die nächsten Tage versorgt,  bis demnächst!&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-08-31:/2010/08/31/gruselkabinett-dr-thilo-sarrazin-9281780/</id><title>Das Gruselkabinett des Dr. Thilo Sarrazin</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/08/31/gruselkabinett-dr-thilo-sarrazin-9281780/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-08-31T03:59:47+02:00</published><updated>2012-03-13T22:11:32+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;&lt;a title="Das Gruselkabinett des Dr. Thilo Sarrazin"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/499/4930499_7b99b8f879_m.jpeg" alt="Das Gruselkabinett des Dr. Thilo Sarrazin" width="481" height="558"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-08-28:/2010/08/28/gut-vs-boese-staerker-9265319/</id><title>Gut vs. Böse: Wer ist stärker?</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/08/28/gut-vs-boese-staerker-9265319/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-08-28T03:08:38+02:00</published><updated>2012-03-13T22:14:31+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Was ist mächtiger - das Gute oder das Böse? Angeblich gibt es ja so etwas wie die "Faszination des Bösen", ja sogar eine "Erotik des Bösen"; gleichzeitig hat der Mensch aber auch die Tendenz, sich prinzipiell nicht als "schlechter Mensch" zu betrachten (auch wenn er sich dazu &lt;a href="http://herrnb.blog.de/2010/08/25/gutmenschen-unerwuenscht-versuch-gut-aussehen-9243019/"&gt;seltsamer Mittel bedient&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Um mich der Fragestellung empirisch annähern zu können, musste ich die Kategorien "Gut" und "Böse" erst einmal klar voneinander trennen. Das ist in der Realität gar nicht so einfach. Zum Glück gibt es aber ein Universum, wo zwischen Gut und Böse geradezu klinisch unterschieden wird: Das Star-Wars-Universum!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Nun, womit wird also mehr sympathisiert? Mit der ominösen Macht, der sich die Jedi-Ritter bedienen, oder der furchterregenden dunklen Seite der Macht? Als Zahlenbasis dienen in diesem Fall die Zahl die bekennenden Fans und Follower auf Facebook und Twitter. Das Ergebnis ist durchaus eindeutig - und dürfte im Nachhinein wohl auch so manches Wahlergebnis erklären.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;a title="Star Wars - Gut vs. Böse im Web 2.0" href="javascript:window.open("&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/257/4922257_79ca4d691c_m.jpeg" alt="Star Wars - Gut vs. Böse im Web 2.0" width="482" height="497"&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;(zum Vergrößern anklicken)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sollten sich Puristen wundern: Chwbacca hat zwar nicht die Macht, sympathisiert aber definitiv mit der "hellen Seite der Macht"!&lt;em&gt;&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-08-17:/2010/08/17/wallraffs-auch-trick-9198661/</id><title>Wallraffs "Aber die anderen haben auch"-Trick</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/08/17/wallraffs-auch-trick-9198661/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-08-17T23:10:11+02:00</published><updated>2012-03-13T22:16:15+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Erinnert sich noch jemand an &lt;a href="http://herrnb.blog.de/2008/12/12/captain-cooks-sauerkraut-trick-5212866/"&gt;Captain Cooks Sauerkraut-Trick&lt;/a&gt;? Ich liebe ja diese (realen) Beispiele aus der Geschichte, die auf witzige Art und Weise zeigen, welch erstaunliche Wirkungen einfache psychologische Tricks entfalten können.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Ein solches Beispiel liefert heute das &lt;a href="http://zapp.blog.ndr.de"&gt;Blog &lt;/a&gt;des großartigen NDR-Medienmagazins &lt;a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/"&gt;Zapp&lt;/a&gt;: &lt;a href="http://zapp.blog.ndr.de/2010/08/17/bild/"&gt;"Wie konnte Wallraff bei der Bild-Zeitung in Hannover filmen?"&lt;/a&gt; Zunächst bekam Günter Wallraffs - als niederländische Dokumentationsfilmer getarntes - Team nämlich keine Genehmigung, die Räumlichkeiten der Bild abzufilmen. Also griff Wallraff zu einem Trick, erläutert das Zapp-Blog:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;Das Team hat dann unter dem selben Vorwand in den Räumen anderer Hannoverscher Zeitungen mit Leerkassetten gedreht und als die Bild-Redaktion Hannover davon erfuhr, wollten sie laut Günter Wallraff auch nicht zurückstehen und haben die Niederländer dann mit zwei Kamerateams reingelassen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Genial, oder?&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;Der Erfolg des Tricks beruht natürlich auf &lt;em&gt;sozialer Bewährtheit&lt;/em&gt;: Menschen tun vorzugsweise das, was andere Menschen auch tun - in der Regel können sie sich damit auf der sicheren Seite wähnen.&lt;strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Link:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://zapp.blog.ndr.de/2010/08/17/bild/"&gt;Wie konnte Wallraff bei der Bild-Zeitung in Hannover filmen?&lt;/a&gt; (zapp.blog.ndr.de)&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-05-25:/2010/05/26/aufmerksamer-4-x-20-minuten-8672518/</id><title>Aufmerksamer in 4 x 20 Minuten</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/05/26/aufmerksamer-4-x-20-minuten-8672518/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-05-26T01:24:24+02:00</published><updated>2012-03-13T22:19:17+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Kaum zu glauben, aber laut einer neuen Studie kann man seine kognitiven Leistungen erheblich steigern, indem man in vier Tagen insgesamt bloß 80 Minuten lang meditiert.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;a href="http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&amp;_udi=B6WD0-4YS4CF3-2&amp;_user=10&amp;_coverDate=06%2F30%2F2010&amp;_rdoc=1&amp;_fmt=high&amp;_orig=search&amp;_sort=d&amp;_docanchor=&amp;view=c&amp;_acct=C000050221&amp;_version=1&amp;_urlVersion=0&amp;_userid=10&amp;md5=1594a5fe56819912d3213346eaddffa5"&gt;Zeidan et al. (2010)&lt;/a&gt; ließen für ihre Untersuchung Probanden, die keine Ahnung von Meditation hatten, täglich 20 Minuten meditieren. Eine Vergleichsgruppe bekam ein Hörbuch zu hören ("The Hobbit" von J.R.R. Tolkien). Wie sich zeigte, konnte die Meditationsgruppe ihre kognitiven Leistungen um 15 bis zu über 50 Prozent steigern.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Zitat aus dem Abstract:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Mit beiden Interventionen [Hörbuch und Meditation, Anm.] konnte die Laune gesteigert werden, aber bloß das Meditationstraining reduzierte Erschöpfung sowie Sorgen und erhöhte die Konzentration. Zudem verbesserte das Aufmerksamkeitstraining signifikant die räumliche Wahrnehmung, das Arbeitsgedächtnis und ausführende Funktionen. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass ein viertägiges Meditationstraining die Fähigkeit verbessern kann, aufmerksam zu bleiben; Vorteile, die vor kurzem bei Langzeit-Meditierenden beobachtet wurden.*&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Da meine Aufmerksamkeit vom vermeintlichen Multitasken leider schon ziemlich geschädigt ist, könnte mir das eigentlich nicht schaden. Eine kleine Meditationsanleitung gibt es übrigens im &lt;a href="http://www.spring.org.uk/2009/05/how-meditation-improves-attention.php"&gt;PsyBlog&lt;/a&gt;!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;strong&gt;Links:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; &lt;a href="http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&amp;_udi=B6WD0-4YS4CF3-2&amp;_user=10&amp;_coverDate=06%2F30%2F2010&amp;_rdoc=1&amp;_fmt=high&amp;_orig=search&amp;_sort=d&amp;_docanchor=&amp;view=c&amp;_acct=C000050221&amp;_version=1&amp;_urlVersion=0&amp;_userid=10&amp;md5=1594a5fe56819912d3213346eaddffa5"&gt;Zeidan et al. (2010): Mindfulness meditation improves cognition: Evidence of brief mental training&lt;/a&gt; (www.sciencedirect.com)&lt;br&gt; &lt;a href="http://www.spring.org.uk/2010/04/cognition-accelerated-by-just-4-x-20-minutes-meditation.php"&gt;Cognition Accelerated by Just 4 x 20 Minutes Meditation&lt;/a&gt; (www.spring.org.uk)&lt;br&gt; &lt;a href="http://www.spring.org.uk/2009/05/how-meditation-improves-attention.php"&gt;How Meditation Improves Attention&lt;/a&gt; (www.spring.org.uk)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;span&gt;___&lt;br&gt; *Ich weiß schon, nicht alles was holpert ist eine Übersetzung...&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-05-19:/2010/05/20/filling-in-gehirn-blinden-flecken-macht-8621845/</id><title>Filling-In: Was unser Gehirn mit blinden Flecken macht</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/05/20/filling-in-gehirn-blinden-flecken-macht-8621845/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-05-20T00:00:08+02:00</published><updated>2012-03-13T22:20:57+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Rechtes Auge schließen und mit dem linken Auge den rechten Punkt anfixieren. Wenn Ihr den Abstand zum Monitor ändert (so auf circa 15 cm), werdet Ihr merken, dass...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;a title="Filling-in, Beispiel 1" href="javascript:window.open("&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/680/4658680_bedfeedfb1_m.jpeg" alt="Filling-in, Beispiel 1" width="480" height="437"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Punkt für mehrere Sekunden fixieren. Mit der Zeit wird dann...&lt;br&gt; &lt;a title="Filling in, Beispiel 2" href="javascript:window.open("&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/681/4658681_5cb379e2d8_m.jpeg" alt="Filling in, Beispiel 2" width="480" height="480"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt; &lt;strong&gt;Grund:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blinder_Fleck_%28Auge%29"&gt;Blinder Fleck&lt;/a&gt; (Beispiel 1)&lt;br&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troxler-Effekt"&gt;Lokaladaption&lt;/a&gt; (Beispiel 2)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;strong&gt;Was passiert:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; Gehirn verfolgt selbstständig fehlende Information&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Moral:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Unwissenheit schützt vor Meinung nicht&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;strong&gt;Siehe auch:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Filling-in"&gt;Filling-in&lt;/a&gt; (Wikipedia/en)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weiterführender Artikel zum Thema:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/wissen/die-grosse-illusion/1840602.html;jsessionid=394879CBEE2AAE007310E10913CB53A9"&gt;Die große Illusion &lt;/a&gt;(www.tagesspiegel.de)&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-05-17:/2010/05/18/kurier-geht-josef-proell-hart-gericht-8614012/</id><title>Der KURIER geht mit Josef Pröll hart ins Gericht</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/05/18/kurier-geht-josef-proell-hart-gericht-8614012/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-05-18T00:17:23+02:00</published><updated>2012-03-16T21:59:16+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Österreich ist ja bekannt für die kritische Distanz, die seine Medien zu den Mächtigen pflegen. Dass sie es dabei manchmal aber auch übertreiben können, bewies in der vergangenen Woche der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kurier_%28Tageszeitung%29"&gt;KURIER&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; In einer Titelgeschichte namens "Österreichs Krisenmanager wider Willen" ging die Zeitung mit Finanzminister und ÖVP-Chef &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Pr%C3%B6ll"&gt;Josef Pröll&lt;/a&gt; in einer Art und Weise um, die sich wohl nicht einmal Fürst von Metternich gefallen lassen hätte. So heißt es da etwa über Prölls Eignung als Finanzminister in Zeiten der Krise:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Und wie Pröll das angeht - dabei drängt sich durchaus ein Bild aus dem Landleben auf: Er packt den Stier bei den Hörnern. Pröll ist keiner, der davonläuft.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Auch die - perfiderweise anonym gehaltenen - "Experten", die man über Josef Pröll lästern lässt, sind wohl kaum als neutral zu bezeichnen:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;"(...) Pröll hat einen Namen, er ist über den Kreis der kleinen Länder hinausgewachsen", sagt ein renommierter deutscher Journalist.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Oder auch:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Was ankommt und was nicht, die EU-Bräuche und Tricks konnte Pröll schon als Landwirtschaftsminister studieren, weil der Agrarbereich der am stärksten vergemeinschaftete Sektor ist. Ein Brüssel-Kenner: "Pröll weiß, wann es Zeit ist, zornig zu werden."&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Natürlich haben Medien in der Demokratie eine wichtige Funktion inne; sie sind eine wichtige Kontrollinstanz und müssen daher immer wieder den Finger auf die Wunde legen. Aber dieser ausfällige, beckmesserische und vollkommen unausgewogene Artikel hat mit Kritik ja wohl wirklich nichts mehr zu tun!!!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;img src="http://data6.blog.de/media/666/4655666_f5cdbbe193_m.jpeg" alt="Josef Pröll im KURIER" width="480" height="587"&gt;&lt;br&gt; &lt;strong&gt;"Der Zahlmeister. Wie Finanzminister Josef Pröll das Milliarden-Hilfspaket schnürte."&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;span&gt;___&lt;br&gt; Zitate entstammen allesamt dem KURIER vom Mittwoch, dem 12. Mai 2010, S. 2-3.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-05-15:/2010/05/15/kurzem-wurde-jemandem-gefragt-fuehrenden-medium-sparte-arbeitet-gut-waere-8597328/</id><title>Der Lemming-Faktor: Warum wir tun, was alle tun</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/05/15/kurzem-wurde-jemandem-gefragt-fuehrenden-medium-sparte-arbeitet-gut-waere-8597328/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-05-15T18:56:48+02:00</published><updated>2012-03-13T22:23:37+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Vor kurzem wurde ich von jemandem gefragt, der in einem führenden Medium (seiner Sparte) arbeitet, ob es gut wäre, diese Markt-Vorherrschaft besonders zu betonen. Hier meine etwas ausführlichere Antwort.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Betreiber Wiener Kaffeehäuser des 19. Jahrhunderts hatten einen ganz besonderen Trick, um Gäste anzulocken: Sie verqualmten ihr Lokal so sehr, dass so für alle außen sichtbar Rauch aus den Fenstern stieg. Qualm war damals Trumpf! Der Grund: Von außen sah es damit so aus, dass das Lokal gut gefüllt wäre - und zog damit Gäste an.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Ähnlich verfuhr die Pariser Oper, die sich Claqueure leistete. Die ehemaligen Stammgäste Sauten und Porcher gründeten dafür sogar eine eigene Firma namens "L´Assurance des Succès Dramatiques", die von Sängern und Operndirektoren gebucht werden konnte, um für möglichst positive Reaktionen beim Publikum zu sorgen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Ähnlich kennen wir es natürlich auch von den Lachkonserven bei Sitcoms: Nosanchuk &amp; Lightstone (1974) &lt;span&gt;[1]&lt;/span&gt; fanden heraus, dass Lachkonserven bei schlechten Witzen sogar besonders wirksam zu sein scheinen!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Dahinter steckt nichts anderes als die Tatsache, dass wir uns viel mehr an anderen Menschen orientieren, als uns bewusst ist. Dabei richten wir uns vor allem nach Menschen, denen wir ähnlich sind, denen wir uns ähnlich wähnen oder mit denen wir zumindest gerne ähnlich wären.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Das mag vielleicht nach doofen Mitläufer und Lemming klingen, ist aber rational betrachtet durchaus vernünftig. Wer in den 90er Jahren sein Geld bei einer stinklangweiligen, international tätigen Bank mit relativ geringen Zinsen angelegt hat, brauchte während der Finanzkrise um sein Vermögen nicht zu bangen. Die großen Banken wurden als systemrelevant eingestuft und das Geld war gerettet. Wer jedoch sein Geld der kleinen Super-Trickser-Bank mit "garantierten" 9 Prozent anvertraut hat, steht heute vermutlich ohne Reserven da. Das gilt natürlich für allerlei Produkte, etwa für Autos (gibt es Vertragswerkstätten?) oder Computer-Software (gibt es Updates und Patches?).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Je größer die Gruppe ist, zu der man gehört, desto kleiner ist eben die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendeinen gefährlichen Unsinn macht, fallengelassen und gefressen wird.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Der Sozialpsychologe Robert Cialdini bringt das Phänomen der "sozialen Bewährtheit" so auf den Punkt:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Je mehr Leute eine bestimmte idee für richtig halten, umso mehr nimmt der Einzelne die Idee als richtig wahr.&lt;span&gt;[2]&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Dass &lt;em&gt;soziale Bewährtheit&lt;/em&gt; positive wie negative Folgen hat, veranschaulicht folgende Begebenheit: Im Rahmen einer Studie wurden im kalifornischen San Marcos an die 300 Haushalte darüber informiert, wie viel Energie sie in den vergangenen Wochen verbraucht haben.&lt;span&gt;[3]&lt;/span&gt; Dem gegenübergestellt wurden Informationen über den durchschnittlichen Energieverbrauch anderer Haushalte. Das Ergebnis: Die Energieverschwender schränkten ihren Energieverbrauch deutlich ein. Diejenigen aber, die sich vorbildlich verhalten und unterdurchschnittlich viel Energie verbraucht hatten, steigerten daraufhin ihren Energieverbrauch! (Interessanterweise blieb dieser Bumerang-Effekt jedoch aus, wenn man den ursprünglichen Musterschülern - kein Scherz - zusätzlich ein Smiley schickte.)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Ähnliches kennt man übrigens auch von Wahlen: Medien posaunen davor oftmals heraus, dass eine geringe Wahlbeteiligung, ja geradezu eine Rekord-Wahlmüdigkeit erwartet wird, nur um daraufhin die zur Wahl gestandenen Politiker mit der Frage zu konfrontieren, warum sie denn die Wähler nicht mobilisieren konnten. Man muss Journalisten aber zu Gute halten, dass sie von Sozialpsychologie meistens keine Ahnung haben und schlicht nicht wissen, was sie tun.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wie wir sehen, ist&lt;em&gt; soziale Bewährtheit&lt;/em&gt; ein zentrales Leitmotiv unseres Tuns und daher auch ein mächtiges Marketing-Instrument. Nicht umsonst werben Unternehmen gerne mit Slogans wie "schon eine Million mal verkauft", "500.000 zufriedene Kunden" und "Deutschlands beliebeste Krümelreibe".&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;span&gt;___&lt;br&gt; [1] Nosanchuk, T. A. / Lightstone, J. (1974): Canned laughter and public and private conformity. Journal of Personal and Social Psychology 29. 153-156&lt;br&gt; [2] Cialdini, Robert B. (2002): Die Psychologie des Überzeugens. S. 167&lt;br&gt; [3] Schultz, P. W. et al. (2007): The Constructive, Destructive, and Reconstructive Power of Social Norms. Psychological Science 18. 429-434&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-05-15:/2010/05/15/fatale-ratschlag-mr-spock-8592250/</id><title>Der fatale Ratschlag des Mr. Spock</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/05/15/fatale-ratschlag-mr-spock-8592250/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-05-15T06:57:54+02:00</published><updated>2012-03-13T22:25:15+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Hat zufällig irgendjemand von Euch schon mal versehentlich hunderttausende Babys umgebracht? ... Ihr meint das geht gar nicht, als Einzelperson versehentlich hunderttausende Babys umzubringen? Doch das geht.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Über so einen Fall stieß ich in der Mai-Ausgabe von &lt;a href="http://www.gehirn-und-geist.de/"&gt;Gehirn&amp;Geist&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Der Kinderarzt Benjamin Spock (1903-1998) empfahl in den 1950er Jahren, Säuglinge nachts in die Bauchlage zu drehen, weil sie dann besser schliefen. Erst 1988 werteten Forscher alle dazu vorliegenden Studien systematisch aus. Bauchschläfer, so das Ergebnis, haben ein dreimal höheres Risiko für plötzlichen Kindstod als Babys in einer anderen Schlafposition. Heute schätzt man, dass der schlechte ärztliche Rat von einst hunderttausende Kinder das Leben gekostet hat.*&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Und was lernen wir daraus? Dass es völlig unerheblich ist, wer was sagt, sondern ob das, was gesagt wird, auch einer kritischen Überprüfung standhält.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; &lt;span&gt;___&lt;br&gt; *Gehirn&amp;Geist Nr. 5/2010: Der Medizin-TÜV. S. 30&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-05-08:/2010/05/08/psychologie-blockbuster-kinos-8538846/</id><title>Die Psychologie des Blockbuster-Kinos</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/05/08/psychologie-blockbuster-kinos-8538846/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-05-08T02:53:33+02:00</published><updated>2012-03-16T22:01:24+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Was macht eigentlich einen guten Film aus? Eine packende Story? Überzeugende Hauptdarsteller? Nur bedingt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Das haben zumindest Psychologen von der Cornell University in Ithaca, New York, herausgefunden. Laut ihren Untersuchungen gelingt es Regisseuren überhaupt erst seit den achziger Jahren, gute - oder besser gesagt gefällige - Filme zu machen. Demnach geht es letztlich darum, der begrenzten menschlichen Aufmerksamkeitsspanne gerecht zu werden.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Aber lest selbst:&lt;/p&gt;
	&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,692883,00.html"&gt;Sehnsucht nach rosa Rauschen&lt;/a&gt; (SPON)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.gizmodo.de/2010/02/22/die-formel-fur-den-perfekten-film.html"&gt;Die Formel für den perfekten Film&lt;/a&gt; (gizmodo.de)&lt;/li&gt;
	&lt;/ul&gt;
	&lt;p&gt;Und hier das Original-Paper:&lt;a href="http://people.psych.cornell.edu/~jec7/pubs/cuttingetalpsychsci10.pdf"&gt;&lt;br&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href="http://people.psych.cornell.edu/~jec7/pubs/cuttingetalpsychsci10.pdf"&gt;James E. Cutting, Jordan E. DeLong and Christine E. Nothelfer (2010): Attention and the Evolution of Hollywood Film.&lt;/a&gt; &lt;a href="http://pss.sagepub.com/content/21/3/432"&gt;DOI: 10.1177/0956797610361679&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;/ul&gt;
	&lt;p&gt;Ich schätze mal, dass Autorenfilmern angesichts dieser mechanistischen Reduktion die Haare zu Berge stehen... Hihi!&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-04-28:/2010/04/29/5-feine-links-8475506/</id><title>5 feine Links</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/04/29/5-feine-links-8475506/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-04-29T01:14:27+02:00</published><updated>2012-03-16T22:02:29+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Wie man allerorts zu hören bekommt, liegt eine Stärke des Netzes darin, dass sich Menschen gegenseitig besonders wertvollen Content empfehlen. Dadurch entsteht ein kleines, feines, individuelles Nachrichtenfilter. Also dachte ich mir, ich empfehle heute mal einfach ein paar Artikel, die ich in letzter Zeit las und als besonders lesenswert erachte:&lt;/p&gt;
	&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Wieviele Fehler passen in eine Titelgeschichte von "Heute"?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; Das noch ziemlich junge österreichische Medien-Watchblog &lt;a href="http://www.kobuk.at"&gt;Kobuk &lt;/a&gt;überprüft den Wahrheitsgehalt einer Geschichte der Gratiszeitung "Heute" über Häftlinge als staatliche Großverdiener &lt;a href="http://www.kobuk.at/2010/04/wieviele-fehler-passen-in-eine-titelgeschichte-von-heute/"&gt;[Link]&lt;/a&gt;&lt;br&gt; &lt;span&gt;***&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;"Die Mittelklasse irrt"&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; Lesenswertes &lt;a href="http://www.zeit.de"&gt;Zeit&lt;/a&gt;-Interview mit dem britischen Sozialforscher Richard Wilkinson. Wilkinson hat herausgefunden, dass der wachsende Abstand zwischen Arm und Reich schlecht für alle ist - auch für die Vermögenden &lt;a href="http://www.zeit.de/2010/13/Wohlstand-Interview-Richard-Wilkinson?page=1"&gt;[Link]&lt;br&gt; &lt;/a&gt;&lt;span&gt;***&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Professor Teddybär&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; Und gleich noch ein lesenswerter Zeit-Artikel: Schönes Portrait über den hochsympathischen Psychologen Dacher Keltner, der auf der Suche nach dem Guten im Menschen ist. Dort soll auch der Schlüssel zur Glückseligkeit verborgen sein  &lt;a href="http://www.zeit.de/zeit-wissen/2010/03/Portraet-Dacher-Keltner?page=1"&gt;[Link]&lt;/a&gt;&lt;span&gt;&lt;br&gt; ***&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Programmiert auf Unheil&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; Im Kontrast dazu steht natürlich die düstre Welt von &lt;a href="http://www.spiegel.de"&gt;Spiegel Online&lt;/a&gt;. Der Artikel handelt von dem amerikanischen Neurowissenschaftler Kent Kiehl, der dem rätselhaften Geisteszustand von Psychopathen auf der Spur ist. Sein Befund: Psychopathie ist eine krankhafte Störung des Gehirns - und sollte auch juristisch so behandelt werden. &lt;a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,690148-2,00.html"&gt;[Link]&lt;br&gt; &lt;/a&gt;&lt;span&gt;***&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;11 Strangest How-To Books&lt;/strong&gt;&lt;br&gt; Abschließend etwas ganz anderes: Die 11 seltsamsten Ratgeberbücher. &lt;a href="http://oddee.com/item_97026.aspx"&gt;[Link]&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;/ul&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-04-23:/2010/04/23/ganz-unpenetrant-wahlbeteiligung-steigern-8436393/</id><title>Wie Jeder ganz unpenetrant die Wahlbeteiligung steigern kann</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/04/23/ganz-unpenetrant-wahlbeteiligung-steigern-8436393/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-04-23T15:09:02+02:00</published><updated>2012-03-13T22:34:22+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Wie kann jeder einzelne Mensch dazu beitragen, die Wahlbeteiligung in seinem Umfeld zu steigern? Eine durchaus wichtige und heikle Frage, wie ich finde.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Heikel deshalb, weil man mit der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reaktanz_%28Psychologie%29"&gt;falschen Vorgangsweise rasch als penetrant und lästig wahrgenommen wird&lt;/a&gt;. Schließlich ist das persönliche Wahlverhalten für manche eine geradezu intime Angelegenheit; "da hat sich niemand einzumischen!" Die Aufforderung "Geh wählen!" würde ich zum Wohle meiner eigenen Beliebtheit also lieber bleiben lassen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Es gibt ohnehin eine viel praktikablere Lösung. Wie Greenwald et al. (1987) festgestellt haben, kann man die Wahrscheinlichkeit, dass jemand tatsächlich zur Wahl geht, &lt;strong&gt;um bis zu 25 Prozent&lt;/strong&gt; steigern, indem man ihn am Tag vor der Wahl einfach fragt:&lt;br&gt; &lt;em&gt;&lt;span&gt;&lt;br&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;strong&gt;Wirst du wählen gehen?&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Die Wirksamkeit beruht auf dem sogenannten &lt;em&gt;Mere-Measurement-Effekt:&lt;/em&gt; Fragt man Menschen, was sie vorhaben, dann erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass sie gemäß ihrer Antwort handeln werden. Nun gehört ja der Gang zur Wahlurne zu den sozial erwünschten Antworten - "Klar geh ich wählen!". Da Menschen mit ihren öffentlich getätigten Aussagen möglichst konsistent sein wollen, werden sie eher wählen gehen. Dass ihnen dabei ein bisschen nachgeholfen wurde, werden sie hingegen nicht einmal ahnen!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Wer also seine Freunde, Bekannten und Verwandten ganz unpenetrant dazu animieren möchte, am Sonntag an der Bundespräsidentenwahl teilzunhemen, braucht sie einfach nur zu fragen!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;___&lt;br&gt; Greenwald, Anthony G. et al. (1987): Increasing Voting Behavior by Asking People if They Expect to Vote. Journal of Applied Psychology 2. 315-318&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><id>tag:herrnb.blog.de,2010-04-21:/2010/04/22/kraehen-beim-kombinieren-zusehen-8425040/</id><title>Krähen beim Kombinieren zusehen</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://herrnb.blog.de/2010/04/22/kraehen-beim-kombinieren-zusehen-8425040/"/><author><name>HerrB</name></author><published>2010-04-22T00:50:32+02:00</published><updated>2012-03-13T22:34:03+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Vor kurzem gabs hier &lt;a href="http://herrnb.blog.de/2010/04/05/schildkroeten-beim-lernen-zusehen-8313976/"&gt;ein Video über eine - in jeder Hinsicht behäbig - lernernde Schildkröte&lt;/a&gt;, heute gibt es eines über eine kombinierende Krähe. Ich finde es ziemlich beeindruckend:&lt;/p&gt;
	




	&lt;p&gt;Wie das Video zeigt, sind Krähen mühelos zu kausalen Überlegungen fähig - mehr dazu &lt;a href="http://derstandard.at/1271374908225/Video-Schwarze-Oberschlaumeier"&gt;hier&lt;/a&gt;!
&lt;/p&gt;
</content></entry></feed>
